Die impleaPlus – Aktuelles
Freitag, 29. Oktober 2010
Contracting für neue KWK-Anlage in Neuendettelsau

Mehr Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit mit dem attraktiven Contractingmodell der impleaPlus GmbH.
Am 28. Oktober 2010 nahmen die Gesellschafter der Nahwärme Neuendettelsau GmbH (NWN), Erster Bürgermeister Gerhard Korn und impleaPlus Geschäftsführer Thomas Fösel, sowie als NWN-Vertreter Uwe Wechsler und Roland Scheuerlein, die neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK-Anlage) symbolisch in Betrieb.
Die beiden Mikrogasturbinen der Anlage werden ab November 2010 das Neubaugebiet Froschlach-Birkig mit Wärme versorgen und zugleich Strom erzeugen. Das Konzept sieht vor, dass die umweltschonende KWK-Anlage die Grundlast abdecken wird, während der bisherige Erdgas-Niedertemperatur-Kessel künftig lediglich ergänzend zur Deckung der Spitzenlast eingesetzt wird. Die KWK-Anlage wird somit mehr als 50 Prozent des jährlichen Wärmeverbrauchs decken.
Anlass für die Erweiterung des bisherigen Wärmekonzepts für Froschlach-Birkig waren die sich seit Jahren verschärfenden energetischen Anforderungen. Beispielsweise schreibt das im Januar 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) einen Mindestanteil an regenerativen Energieträgern zur Deckung des Wärmebedarfs von Neubauten oder alternativ u.a. aus Kraft-Wärme-Kopplung vor.
Nach einer öffentlichen Ausschreibung im „Bayerischen Staatsanzeiger“ wurde eine Lösung gewählt, die umweltfreundlich, versorgungssicher und wirtschaftlich ist. Die beiden mit Erdgas betriebenen Mikrogasturbinen haben je eine thermische Leistung von je 126 Kilowatt und eine elektrische Leistung von je 65 Kilowatt. Ihr Gesamtwirkungsgrad liegt bei 85 Prozent.
Zur Finanzierung der Anlage wählte die NWN GmbH ein langfristig angelegtes Contracting-Modell. Contractor hierbei ist die impleaPlus GmbH. Sie übernimmt neben der Finanzierung in Höhe von 350.000 Euro auch das unternehmerische Risiko sowie die Wartung und Instandhaltung der Anlage.
Vorteile des neuen Nahwärmekonzepts
Mit der neuen Nahwärmelösung werden die EEWärmeG-Anforderungen voll erfüllt. Dies bedeutet, dass es Bauherren künftig freigestellt ist, ob sie zusätzlich in regenerative Energieträger investieren möchten.
Die Energieeffizienz des Nahwärmekonzepts wurde bereits von der EnergieAgentur Mittelfranken bestätigt. Sie zertifizierte das neue Heizsystem mit einem guten Primärenergiefaktor von 0,9. Darüber hinaus punktet die KWK-Anlage mit sehr guten Abgaswerten, die ohne Katalysator oder andere Gasreinigungssysteme erreicht werden. Zum Beispiel liegt der Kohlenmonoxidausstoß unter 50 mg pro Kubikmeter und die Stickoxid-Emissionswerte unter 19 mg pro Kubikmeter. Schließlich sorgen die beiden voneinander unabhängigen Wärmequellen und die 24-stündige Rufbereitschaft für ein besonders hohes Maß an Versorgungssicherheit.
Weitere Pluspunkte der Nahwärme für die Nutzer sind die geringen Investitions-, Instandhaltungs- und Wartungskosten. So entfallen die Gebühren für Kaminkehrer komplett. Der Platzbedarf im Haus ist minimal, ein Schornstein wird nicht benötigt und im Wohngebäude entstehen keine Feinstaubbelastungen oder andere Emissionen.
Obwohl das neue System ökologischer und effizienter ist, bleibt der Nahwärmepreis für die Kunden unverändert. Er ist bereits seit Oktober 2009 konstant.
Seit 2001 Nahwärme in Neuendettelsau
Die Gemeinde Neuendettelsau hat sich sehr früh und aktiv mit dem Thema Nahwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung auseinandergesetzt. 2001 hat sie mit der Gründung der NWN GmbH das Nahwärmegebiet Froschlach-Birkig zunächst mit einem Niedertemperaturgaskessel versorgt. Mit der Inbetriebnahme der KWK-Anlage setzt sie ihr ursprüngliches Konzept nun abschließend um. An der NWN GmbH sind die Gemeinde Neuendettelsau mit 30 Prozent beteiligt. 70 Prozent hält die impleaPlus GmbH, die auch die kaufmännische und technische Betriebsführung innehat.
Neben den rund 70 Haushalten im Neubaugebiet Froschlach-Birkig werden das Feuerwehrhaus und die Dreifachturnhalle über ein insgesamt 7.800 Meter langes Netz mit Nahwärme versorgt. 2009 setzte die NWN 986 Megawattstunden (MWh) Wärme ab – 4,9 Prozent mehr als 2008. Für das kommende Jahr erwartet sie einen leichten Anstieg auf 1000 MWh Wärme. Der von der KWK-Anlage erzeugte Strom wird an das Gemeindewerk Neuendettelsau verkauft.
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